
Zwei Farben für Zwei Epochen
Der Besucher entdeckt die Geschichte der Fremdenlegion und ihrer Legionäre von ihrer Gründung im Jahr 1831 bis heute anhand einer schlichten und eleganten Szenografie. Die der Zeit von 1831 bis 1914 gewidmeten Wände sind in einem tiefen Rot gestrichen, wodurch die Gemälde aus dem 19. Jahrhundert hervorgehoben werden und ein intimer Rahmen für außergewöhnliche militärische Gegenstände geschaffen wird.
Die nachfolgenden Perioden, die durch den Aufstieg der industriellen Kriegsführung geprägt sind, werden auf hellgrauem und weißem Hintergrund präsentiert, was den visuellen und historischen Bruch betont. Anthropologische Schaufensterpuppen ohne Vitrinen, die auf niedrigen Podesten stehen, verkörpern den kämpfenden Legionär. Ihre fast übernatürliche Präsenz schafft einen stillen Dialog mit dem Besucher.
DieMilitäruniform wird so in ihren Kontext gestellt: Aus der Vitrine herausgenommen, entgeht sie dem Effekt des „schönen Schattens“, der dazu neigt, Kriegsgegenstände auf Kosten ihrer eigentlichen Funktion zu ästhetisieren. Dieser Ansatz fördert ein angemesseneres und sensibleres Verständnis des Legionärseinsatzes und der Realität des Kampfes.













