Camerone ist eine Schlacht, die am 30. April 1863 in Mexiko während der französischen Expedition nach Mexiko (1861-1867) unter Napoleon III. stattfand. An diesem Tag wurde die 3. Kompanie des 1er Régiment Etranger damit beauftragt, einen strategischen Konvoi zu eskortieren. Die 63 Mann starke Kompanie steht 2000 Mexikanern gegenüber. Die Legionäre werden umzingelt und müssen sich in einer Hacienda verschanzen.
Trotz Hitze, Erschöpfung und einem ungünstigen Kräfteverhältnis halten die Legionäre stundenlang, einen ganzen Tag lang, stand, bis ihre Munition und ihre Kräfte erschöpft sind. Am Abend dieses epischen Kampfes griffen die letzten sechs Legionäre die mexikanischen Truppen mit dem Bajonett an. Getreu ihrem Wort und ihrer Mission kämpften sie bis zum bitteren Ende.
Dieser Kampf wurde zum Gründungsmythos der Fremdenlegion. Mehr als ein militärischer Sieg symbolisiert Camerone Mut, die Treue zum gegebenen Wort und die heilige Verehrung der Mission. Es ist dieser beispielhafte Widerstand, mehr als das Ergebnis des Kampfes, der Camerone zu einem sehr wichtigen Ereignis macht. Noch heute klingt der Name wie ein wesentlicher moralischer Bezugspunkt in der Welt des Militärs: Der Ausdruck „Kamerone machen“ ist fast zu einer Handlungsweise geworden.

Musee De La Legion Etrangere Oti Pays D Aubagne 9










