Die Ölpumpe hat ihre Wurzeln in der althergebrachten Kunst der Ölmühlen. Früher wurden mithilfe von Mehl die letzten Tropfen Öl „herausgepumpt“, wodurch eine reichhaltige, duftende Paste entstand. Mit der Zeit entwickelte sich diese Zubereitung zu einem festlichen Dessert, das mit dem Gros Souper, dem traditionellen Essen am 24. Dezember, in Verbindung gebracht wurde.
Auch heute noch wird die Pumpe nie mit einem Messer geschnitten (das würde laut Tradition Unglück bringen): Sie wird von Hand gebrochen. Diese Geste, die von der christlichen Symbolik des Teilens geerbt wurde, verstärkt seine Rolle als verbindendes Dessert, das die Familie um ein einziges Gericht herum vereinen soll.
Eine Säule der 13 Desserts
Es ist unmöglich, sich eine provenzalische Weihnachtstafel ohne sie vorzustellen. In der Liste der 13 Desserts nimmt die Ölpumpe neben Trocken- und Bettelfrüchten, Nougat, Konfekt und Winterfrüchten einen wichtigen Platz ein.
Sie sorgt für Rundheit, Süße und Großzügigkeit – all das, was einen gelungenen provenzalischen Silvesterabend ausmacht. Je nach Familie und Dorf variiert das Rezept leicht: Manche fügen Zitrusschalen hinzu, andere betonen die Orangenblüte oder bevorzugen ein lokales Olivenöl mit einem ausgeprägteren Charakter.
Dieses Dessert verkörpert schon allein den Überfluss und die Geselligkeit: Man genießt es am Silvesterabend … und dann oft zum Frühstück am 25. Dezember!

Table 13 Desserts Pompe A Lhuile Jlo Oti Pays D Aubagne 4








