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Die 13 Desserts in der Provence

Eine unumgängliche Tradition zum Genießen

In der Provence kann man sich die Weihnachtszeit nicht ohne die großzügige Tafel mit den 13 Desserts vorstellen, die eine wahre Liebeserklärung an die Region, das Teilen und die Geselligkeit darstellt. In der Region Pays d’Aubagne et de l’Étoile ist diese Tradition tief verwurzelt: Man findet sie in den Haushalten, auf den Märkten, bei den Handwerkern und bei allen Feierlichkeiten zum Jahresende. Die 13 Desserts sind keineswegs nur ein kulinarischer Brauch, sondern ein Moment der Zusammenkunft, der Weitergabe und des Genusses, der auch heute noch die provenzalischen Feste erhellt.

Ursprünge und Entwicklung des Brauchs

Die Tradition der 13 Desserts hat ihre Wurzeln in den provenzalischen Weihnachten vergangener Zeiten, im Herzen des berühmten “ großen Abendessens „, das der Mitternachtsmesse vorausging.

Früher versammelte sich an diesem Desserttisch die ganze Familie, einschließlich der Dienerschaft. Man teilte diese Süßigkeiten mit gekochtem Wein und die Desserts blieben bis zum nächsten Tag, manchmal sogar bis zum 26. Dezember, auf dem Tisch stehen. Eine wichtige Regel war, dass jeder Gast alle Desserts probieren musste, was ein Symbol für Geselligkeit und Überfluss war.

Warum 13 Desserts? Aus religiöser Sicht stellen sie die dreizehn Gäste beim letzten Abendmahl dar: die zwölf Apostel und Christus. Aber erst im XXᵉ Jahrhundert begannen Schriftsteller und Ethnografen, die Tradition festzuhalten und die Liste zu fixieren. Nach und nach fügten die Dörfer, Handwerker und Familien ihre eigenen Varianten hinzu, die die Vielfalt der Landstriche widerspiegelten. Heute wird dieser Brauch von allen Provenzalen, ob gläubig oder nicht, geteilt und bleibt ein starker Marker der regionalen kulturellen Identität.

Geschmäcker und Symbole der 13 Desserts

Die 13 Desserts bilden eine ebenso leckere wie symbolische Tafel, auf der die Produkte der Region, das Teilen und der Überfluss gefeiert werden. Jede Süßigkeit erzählt ein Stück provenzalische Geschichte: Trockenfrüchte, Winterfrüchte, Konfekt oder süßes Brot spiegelten früher die Ernte, das Know-how und die Großzügigkeit der Familien wider. Diese Vielfalt ist nichts Unwichtiges: Sie verlängert die Mahlzeit, lädt zum geselligen Beisammensein ein und vereint die Generationen um ein seit Jahrhunderten überliefertes Schlemmerritual.

Die unumgänglichen 13 Desserts

  • Die vier Bettler: getrocknete Feigen, Rosinen, Mandeln und Walnüsse oder Haselnüsse, Botschafter der provenzalischen Trockenfrüchte, die früher im Winter unverzichtbar waren.
  • Derweiße und der schwarze Nougat: zwei Texturen, zwei Charaktere, der eine zart und süß, der andere kräftiger und knusprig, die den Rhythmus der Aromen auf dem Tisch bestimmen.
  • La pompe à l’huile: ein Dessert aus Olivenöl und Orangenblüten, das von Hand gebrochen wird, um Einheit und Teilen zu symbolisieren.
  • Frisches Obst: Orangen, Mandarinen, Äpfel, Birnen oder Wintermelonen, die aufgrund ihrer guten Haltbarkeit in der kalten Jahreszeit ausgewählt wurden.
  • Kandierte Früchte und traditionelle Süßwaren: Quittenpaste, Calissons d’Aix, Datteln, Pinienkerne oder karamellisierte Trauben, wahre Schätze, die aus dem handwerklichen Können der Provence hervorgegangen sind.

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Andere Süßigkeiten je nach Dorf

Jede Familie, jedes Dorf bringt manchmal ihre eigenen Varianten mit: E oreillettes, süße Fougasses oder mit Anis aromatisierte Kekse bereichern den Tisch entsprechend den örtlichen Gewohnheiten. In der Region Pays d’Aubagne et de l’Étoile gibt es zum Beispiel Marrons glacés, die von dem örtlichen Unternehmen Corsiglia hergestellt werden. Auf den Weihnachtsmärkten, bei Kunsthandwerkern und in den Bäckereien erfindet sich die Tradition immer wieder neu und bewahrt dabei ihre Authentizität.

Tradition heute in unserem Gebiet

In der Region Pays d’Aubagne et de l’Étoile nehmen die 13 Desserts immer noch einen zentralen Platz bei den Feierlichkeiten zum Jahresende ein. Familien führen das Ritual fort, lokale Kunsthandwerker bieten ihre Spezialitäten an – insbesondere Pump à l’huile, kandierte Früchte und Nougat – und auf den Weihnachtsmärkten werden alle Süßigkeiten, die man für die Zusammenstellung seines Tisches benötigt, geehrt.

Diese Tradition vereint heute Einwohner aus aller Herren Länder: Sie geht über ihre Ursprünge hinaus und wird zu einem Moment des Teilens und Entdeckens. Für Besucher ist es eine der schönsten Arten, in die provenzalische Kultur einzutauchen: über die Geschmäcker, die Geselligkeit und die Wärme der lokalen Feste.

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