Schon die ersten Augenblicke im Office de Tourisme du Pays d’Aubagne geben den Ton an. Wir werden von unserem Reiseführer begrüßt und schauen nach oben: Hübsche Keramiken zieren die Wände des Stadtzentrums. Eine diskrete Anspielung auf das, was das Herz der Stadt seit Jahrhunderten schlagen lässt: Erde, Lehm und das Talent der Handwerker.
In Frankreich gibt es nur zwei Städte, die auf der Europäischen Keramikstraße verzeichnet sind: Limoges… und Aubagne! Hier geht die Arbeit mit Ton über zweitausend Jahre zurück. Die Kelto-Ligurer und später die Römer machten daraus eine Kunst und ein alltägliches Werkzeug – bei Ausgrabungen wurde übrigens ein riesiges Dolium auf dem Vorplatz des Bahnhofs von Aubagne gefunden, diese riesigen Amphoren, die zur Aufbewahrung von Lebensmitteln vergraben wurden. Später, im 15. Jahrhundert, führte ein gewisser Bruno Catani die Keramikherstellung in Aubagne ein und ebnete damit den Weg für Generationen von Handwerkern.






















