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Le Regagnas

Berg Um Auriol
  • Das im äußersten Osten des Departements gelegene Massif du Regagnas zieht sich bis in das benachbarte Departement Var hinein. Im Norden wird es von den Bergketten des Massif du Concors und des Massif de la Sainte-Victoire umgeben, im Westen von den Collines de Gardanne und im Süden von den Hügelketten Etoile und Garlaban sowie den südlichen Teil des Massif de la Sainte-Baume.

    Aus topographischer Sicht lässt sich der Mittelteil des Massif du Regagnas mit der Oberfläche einer nach Norden...
    Das im äußersten Osten des Departements gelegene Massif du Regagnas zieht sich bis in das benachbarte Departement Var hinein. Im Norden wird es von den Bergketten des Massif du Concors und des Massif de la Sainte-Victoire umgeben, im Westen von den Collines de Gardanne und im Süden von den Hügelketten Etoile und Garlaban sowie den südlichen Teil des Massif de la Sainte-Baume.

    Aus topographischer Sicht lässt sich der Mittelteil des Massif du Regagnas mit der Oberfläche einer nach Norden abfallenden und von hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung verlaufenden und zum Teil recht breiten und damit landwirtschaftlich nutzbaren (wie in Kirbon) Tälern durchschnittenen Hochebene vergleichen. Im Süden wird das Plateau durch den durch den Montagne de Regagnas gebildeten Gipfelgrat begrenzt, der eine sehr starke Nordlage aufweist und vor allem die Gemeinde La Bouilladisse überragt. Dieser Gipfelgrat setzt sich in nordöstlicher Richtung bis zu den Monts Auréliens im Departement Var fort. Der Ostteil des Massif du Regagnas ist somit durch ein Relief mit steilen Abhängen in Nordwest- und Südostausrichtung geprägt. Hinzuweisen ist noch auf den zweite Bergkamm, der sich ganz im Süden der Gemeinde Trets abzeichnet und vom ersten durch die Talsenke Clos de Barry getrennt ist.



    Im Massif du Regagnas herrscht ein provenzalisches Mittelmeerklima. Dieses zeichnet sich durch reiche Sonneneinstrahlung, eine ausgeprägte Trockenzeit im Sommer, hohe Jahresdurchschnittstemperaturen und den häufig wehenden Mistral (abgelenkt durch Sainte-Victoire) und in tieferen Lagen die Winde des Südost- und Südwestsektors aus.



    Aus landschaftlicher Sicht stellt das Massif du Regagnas den Übergang zwischen den Bergketten Sainte-Victoire und Sainte-Baume dar. Die Aussichtspunkte bilden die visuelle Grenze zum Aix-Gebiet. Der stark bewaldete Nordhang weist eine gewisse externe Anfälligkeit auf, was sich besonders von der gesamten Arc-Ebene bis hin zu den Vorbergen des Sainte-Victoire zeigt. Bemerkenswert sind auch die noch immer vorhandenen und bewirtschafteten Flächen an den Bergfüßen, wo vorwiegend Weinanbau betrieben wird (AOC Côtes de Provence).

    Die Südlage liegt verborgener und ist weitläufiger der Vordergrund verstellt oft den Blick in die Ferne, auf die Gipfel des Höhenzugs. Dieser Abhang präsentiert sehr typische Geländemerkmale: alte Bauernhöfe mit bewirtschafteten Flächen, kleine Kapellen…

    Im Massif du Regagnas wird eine relativ umfangreiche Viehzucht betrieben. 2002 wies eine vom CERPAM (Zentrum für Weidewirtschaft) durchgeführte Studie mehrere Herden auf der Berggruppe nach: zwei gewerbliche Wiederkäuer-Zuchten in den Gemeinden Barque (700 Zuchtschafe) und Trets (70 Ziegen und Milchschafe), sowie drei Herden, die Weidewirtschaft betrieben, und zwar in den Gebieten Peynier (30 Ziegen und kastrierte Böcke), Fuveau
    (1 000 Zuchtschafe einer Wanderherde mit Hauptstandort in Alleins) und Trets / Fuveau (120 Milchschafe einer grasenden Herde mit Hauptstandort in Saint-Savournin).

    Auch der Reitsport ist hier stark vertreten, vor allem jedoch in den Ebenen am Rand des Massivs, wo sich die Parks befinden. Die Waldfläche stellt für diese Tierzuchtart eher einen Durchgangsbereich (Ausritte) als Weideland dar.

    Obgleich die landwirtschaftliche Nutzung vor allem aufgrund der Urbanisierung zurückgegangen ist, findet sich im Arc-Tal und stellenweise auch in der Bergkette dank der Weingüter insgesamt noch viel Landwirtschaft. Die lokale landwirtschaftliche Dynamik wird durch mehrere AOC- und Label-Gebiete begünstigt: Mehrere Weingüter tragen die Bezeichnungen AOC Côtes de Provence, gehören zum Umkreis der AOC Huile d’olive d’Aix-en-Provence (Olivenöl mit kontrollierter Herkunft aus Aix-en-Provence) oder sind als Honig und Kräuter der Provence mit dem roten Label ausgezeichnet.



    Die Besucher verteilen sich recht weitläufig auf die Berggruppe und nutzen bestehende Pfade und Wege. Hinzuweisen ist auf die zunehmende Nutzung des Gebiets durch Mountainbiker, die einzeln oder in Gruppen auftreten, denn die Bergkette ist für ihre sportlich anspruchsvollen Rundwege und Abfahrten bekannt.

    Zu unterstreichen ist schließlich die besonders starke Zunahme der Urbanisierung, denn in diesem Sektor liegt der Bevölkerungsanstieg deutlich über dem Departement-Durchschnitt. Die Besiedelung – meist in Einzelhäusern – war häufig recht verstreut in den natürlichen oder landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen, wodurch die Gefahr von Waldbränden stieg. Diese weit verstreute Besiedelungsform scheint sich mittlerweile zu verlangsamen.