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Le Garlaban

Berg Um Aubagne
  • Das Massif de l'Etoile und das Massif du Garlaban liegen im südöstlichen Viertel des Departements und umschließen zu einem großen Teil die im Süden gelegenen Ballungsräume Marseille und Aubagne.

  • Die im südöstlichen Viertel des Departements gelegenen Bergketten Massif de l’Etoile und Massif du Garlaban umschließen große Teile der im Süden gelegenen Ballungsräume Marseille und Aubagne. Im Norden werden sie durch das Massif de l’Arbois, das Massif du Montaiguet, die Collines de Gardanne und du Regagnas, im Osten durch das Aubagne-Tal und im Westen durch die Autobahn A7 begrenzt, die die Grenze zum Massif de la Côte Bleue darstellt.

    Die beiden Berggruppen werden durch die...
    Die im südöstlichen Viertel des Departements gelegenen Bergketten Massif de l’Etoile und Massif du Garlaban umschließen große Teile der im Süden gelegenen Ballungsräume Marseille und Aubagne. Im Norden werden sie durch das Massif de l’Arbois, das Massif du Montaiguet, die Collines de Gardanne und du Regagnas, im Osten durch das Aubagne-Tal und im Westen durch die Autobahn A7 begrenzt, die die Grenze zum Massif de la Côte Bleue darstellt.

    Die beiden Berggruppen werden durch die Departementstraße D908 voneinander getrennt.

    Durch die Oberflächengestalt und die generelle Ost-West-Ausrichtung unterliegt die Einheit aus Massif de l’Etoile und Massif du Garlaban einem starken Standorteffekt mit deutlichen Unterschieden zwischen Süd- und Nordlagen.

    An den Südhängen des Etoile- und Garlaban-Massivs herrscht ein typisches Mittelmeerklima.

    An der Nordseite findet man ein frischeres und feuchteres Mikroklima (niedrigere Temperaturen, üppigere Niederschläge und kürzere Trockenzeiten im Sommer). Der vorherrschende Wind ist der Mistral, der im Norden und Nordwesten bläst. .

    Auf den Südhängen kommt es zu zahlreichen, komplexen durch die vielen Talmulden entstehenden höhenwetterkundlichen Phänomenen. Der Wind bläst normalerweise auf den Kämmen in Nordwestrichtung und steigt in südwestlicher bis südöstlicher Richtung durch die Talsohlen empor, am Berghang gewinnt er dabei aufgrund des Gefälles an Geschwindigkeit.

    Das Massif du Garlaban weist dieselben Unterschiede auf, mit Stein- und Flaumeichewäldern im Norden und dichten Aleppo-Kieferbeständen im Süden. Die Bewaldungsquote ist sehr niedrig (7,5%, also 554 ha) dies ist auf die vielen Brände zurückzuführen, die das Massiv heimgesucht haben. Am verbreitetesten ist die Garrigue (Strauchheide) (Kermeseiche, Brachypodium ramosum (verzweigte Zwencke), Zistrosen, Blaue Binsenlilie und Provence-Ginster). Die Baumschicht besteht vorwiegend aus Aleppo-Kiefern (mindestens 75%) dieser Bestand bedeckt nur 350 ha und findet sich im Nordwesten des Massivs und stellenweise auch an den Bergfüßen.

    Die Höhenzüge Etoile und Garlaban stellen eine natürliche Barriere zu den Ballungsräumen Marseille, Aix, Gardanne und Aubagne dar, was die Stadtdynamik der sie umgebenden
    Gemeinden prägt. Am Fuß der Berggruppen herrscht daher aufgrund ihrer Stadtrandlage eine hohe Grundstücksnachfrage. Diese rückt das Fehlen einer Übergangszone zwischen dichter Stadtbesiedelung und natürlichem Lebensraum deutlich ins Bewusstsein.

    Als Bergkette am Stadtrand, als grüne Lunge für die Ballungsräume Marseille und Aubagne und die umgebenden Gemeinden spielen das Massif de l’Etoile und das Massif du Garlaban eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Die Besucherrate liegt bei geschätzten 250 000 Personen pro Jahr, die vorwiegend aus dem Umland kommen, da die Zugänge in die Berge relativ versteckt liegen

    Das Massif du Garlaban stellt eine für das Landesinnere der Provence, die Provence der Filme von Marcel Pagnol, typische und symbolische Berggruppe dar. Sie ist sehr stark besucht, und daher wurden zahlreiche Wanderwege angelegt. Außerdem finden sich hier über hundert seltene oder geschützte Arten, darunter manche international geschützte (wie der Habichtsadler, der Uhu, der Schlangenadler).

    Beide Bergketten sind Teil des Natura 2000 Standorts Etoile-Garlaban. Abschließend sei noch die bedeutende Jagdtätigkeit im Massif du Garlaban erwähnt.